01.08.2010 10:13
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Leipzig. Das überarbeitete Konzept "Autoarme Innenstadt" ist auf den Weg gebracht worden. Es sieht vor, das Durchfahren der Innenstadt mit Autos zu verhindern, ohne die Zulieferung des Einzelhandels zu beeinträchtigen. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.
"Die Innenstadt ist Leipzigs Schmuckstück. Sich hier aufzuhalten und zu flanieren soll noch attraktiver werden", erklärte Baubürgermeister Martin zur Nedden das Ziel des Konzeptes, das in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters vorgelegt wurde. In den vergangenen Jahren seien bereits viele Straßen in diesem Sinne umgestaltet worden. Durch die Verbindung der Hauptfußgängerachsen in West-Ost-Richtung, also Thomasgasse - Markt - Grimmaische Straße, sowie Nord-Süd-Richtung, also Hainstraße - Markt - Petersstraße, solle eine klare Gliederung der Innenstadt geschaffen werden. Fußgängern sei es so möglich, dass sie sich bewegen können, ohne Straßen mit Kfz-Verkehr überqueren zu müssen. |
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Auf alle Fälle muss es genügend Ausnahmen zur autoarmen Innenstadt geben.Wie sollen Anwälte, Geschäftsleute u. Prominente ihre Unterlagen bzw. Einkäufe sonst transportieren? Handwerker sollen sehen, wie sie Baumaterialien oder Werkzeug zur Baustelle bringen, hätten ja einen vernünftigen Beruf erlernen können.
MfG proximus |
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Fußgängern sei es so möglich, dass sie sich bewegen können, ohne Straßen mit Kfz-Verkehr überqueren zu müssen.
Am meisten stören allerdings die Radfahrer in den Fußgängerzonen bzw. in der Gegenrichtung von Einbahnstraßen. Die kurven, oft auch noch klingelnd ihr nicht gegebenes Recht einfordernd, querbeet durchs Zentrum und sind eine echte Behinderung. Sie meinen, ohne absteigen zu brauchen, möglichst bis ins Warenhaus hinein fahren zu müssen, was sie in Ost- und Westhalle des Hauptbahnhofs oft genug praktizieren. Die zu erwartenden Ausnahmeregelungen für Taxi, Krankenwagen, Lieferfahrzeuge, Polizeiautos (nee - gibt's die eigentlich noch im Stadtzentrum?) machen den Plan sicherlich wieder zunichte. Noch eine Frage: Ist das Unfallaufkommen im Zentrum wirklich so hoch oder wird da wieder mal eine neue Kuh durchs Dorf getrieben. Bald kommen Sommerloch und Sauregurkenzeit... fragt ach-so. |
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Autoarm, so ein Blödsinn.
Also ob die Leipziger City im Verkehr erstickt. Vielleicht sollte man sich mal Gedanken machen, wie diverse Baustellen die Innenstadt verschandeln und die Bewegungsfreiheit einschränken und da mal langsam an der Effektivität arbeiten. Aber vielleicht gehören ja z.B. die blauen und pinken Citytunnelentwässerungsröhren schon mit zum autoarmen Konzept. Jede Menge Parkplätze, z.B. im Waldstraßenviertel, haben sie ja schon gekostet. Man fässt sich nur noch an den Kopf, wo hier die Prioritäten gesetzt werden... |
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Warum eigentlich "autoarm" und nicht "autofrei"?
Warum "autofrei" und nicht "Fußgängerzone"? (siehe "Radfahrer") Das funktioniert ganz einfach. Die Parklflächen im gesamten Innenstadtbereich werden entfernt, die Stadt erklärt die Innenstadt zur autobefreiten und radbefreiten Zone und die netten Politessen weichen nach Probstheida, Sommerfeld, oder nach Connewitz-Süd aus und kümmern sich um die lernresistenten Radfahrer in der Innenstadt. Die Anlieferung und Entsorgung wird zwischen 6 und 9 Uhr ermöglicht und schon ist Ruhe. Die Lauffaulen lernen die Freude an der Bewegung wieder, die Protzer können um den Ring rasen und die Menschen können in Ruhe das Innenstadtflair geniessen. (wirklich Bedürftige wie Schwerbeschädigte, können natürlich weiterhin die Innenstadt befahren) |
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Es mag belustigend vorkommen, wie hier Feindbilder gepflegt werden, aber eigentlich ist es beschämend und offenbart die eigene Unkenntnis in Sachen Verkehrsregeln. bzw. den Befugnissen der Politessen.
Unbestreitbar ist, dass es außer (!) dem notwendigen Lieferverkehr ein Befahrproblem mit PkW im Zentrum gibt. Unverträglich viele fahren alle möglichen und unmöglichen Straßen entlang, um zu "promenieren" oder dort zu parken, wo es nicht erlaubt ist. Letzteres vor allem nachts in der quasi rechtsfreien Zeit. Dass Radverkehr als störend empfunden wird hat mehrere Ursachen. Zum einen wird der oft als schikanös empfundene regulierte Radfahrer seinen Frust an den nächst schwächeren weiter geben. Das ist weder legitim noch dient es dem Verständnis für Verbesserungen im Radsystem an anderen Orten. Zum anderen gibt es quer durch alle Altersschichten und "Stände" die Krawallo-Radfahrer, welche jedwegliche Regelung negieren und in der Tat Angst und Schrecken verbreiten. Da hilft weder Schild noch sonstwas. Dieses Verhalten ist aber extrem rufschädigend. Denn leider geht über diese Handvoll Verrückte das Gros der Radfahrenden unter, welche sich ohne Konfrontation durch das Zentrum bewegen. Das sind mehrere Tausend am Tag. Die oben genannten Vorurteile beschreiben nicht mal im Promillebereich die Problemlage. Hingegen stört der PKW-Verkehr schon deshalb, weil er viel mehr Platz (=Breite) benötigt und somit selbst langsam fahrend zum Ausweichen zwingt und damit behindert. So langsam, wie es die STVO erfordert fahren viel zu wenige, als das es positiv auffällt. In verkehrsberuhigten Bereichen darf Schritttempo (=4-7 km/h) gefahren werden. Wer in der Fahrschule aufmerksam war, erinnert sich, dass solche Strecken im Standgas eingekuppelt durchrollt werden. Das war Prüfungsbedingung (Gas geben = Durchgefallen) Eine akustische Probe aufs Exempel kann jeder am Burgplatz durchführen. Wie störend der Autoverkehr auf Fußgängerdestinationen wirkt ist gut am Brühl/Nikolaistraße zu sehen, bzw. Neumarkt/Grimmaische Straße (vor Baustellenzeit). Das kostet Atraktivität und damit Kundschaft. Insgesamt ist das Stellplatzangebot zu groß. Sowohl innerhalb des Rings (angeblich kann man das Stück ja laufen....) als auch außerhalb des Rings vor allem im Wild-geparkt-Zustand (Hofmeisterstraße). Andere Städte kommen bestens mit einem reduzierten Angebot zurecht, das kostet entgegen allen Unkenrufen keine Kaufkraft sondern verstärkt selbige durch höhere Aufenthaltsqualität. Die stets zitierten kostenlos beparkbaren Einkaufszentren in der Peripherie stellen keine Konkurrenz dar, weil gegen dieses Angebot die Innenstadt ohnhin nicht ankommt, auch gar nicht ankommen muss und es deshalb auch nicht so entstellend versuchen soll. Wenn diverse Händler sich darüber bejammern, ist das individuellen Unvermögen, denn die Innenstadt lebt vom Ambiente und dem Gesamterlebnis, dagegen kommt kein bunt bemalter Blechcontainer in ehemaligen Dörfern an. Höchste Zeit für mehr Ruhe (zum Eis essen;-)) Es grüßt der Radler |
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Hallo , Emil! Wer hätte das gedacht? In dieser Angelegenheit teile ich fast zu 100% deine Meinung. Ich hoffe, daß du dich dadurch nicht diskriminiert fühlst. Für außergewöhnlich dringliche Fälle könnte man ja an der Theke im Mauercafe auf dem Augustusplatz eine Antragsstelle einrichten. Wäre doch sicher ein guter Arbeisplatz für Emil und Familie.
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Zitat:
Sie verstehen dies sicher. Wenn Sie dann bitte wieder mit Ihren Genossen voraus fahren würden... Schon wegen der führenden Rolle der PARTEI...
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Autoarme Innenstadt: Eine schöne grüne Wunschvision. Aber nun, da der Klimawandel wegen der deshalb verteufelten Autos ja wissenschaftlich exakt als ein Fake der Grünlobby widerlegt ist, gehr das Ganze etwas am Ziel vorbei. Was nicht heißt, daß ich Autos von Dorfzombies, die Sonntags vorm Tiefgarageneingang parken, lustig finde.
Radfahrer in der City, die durch die Fußgängerzonen rasen, halte ich aber für gefährlicher! Die Typen fahren mittlerweile auch durch Einkaufspassagen und lassen oft ihre Agressivität so richtig raushängen. Verbotsschilder werden diese Idioten nicht stoppen, da müssen massive Straßenkontrollen von Polizei und Ordnungsamt her. Dürfte für Leipziger Verhältnisse ziemlich utopisch sein. Und noch ein Wort als Fußgänger: Wenn ich aus den schönen Hauptbahnhof-Passagen die Treppe zur Nikolaistrasse hinaufkomme und dann links und rechts feuchte Hundeschnauzen knurren, die zu grossen schwarzen Hunden der am Eingangsbereich scheinbar dauerkampierenden Punks gehören, fühle ich mich auch ziemlich bedroht. In Frankfurt/M. oder Hannover, wo die Lage ähnlich ist, ist wenigstens permanent eine Polizeistreife vor Ort. ![]() |
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